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.: Teemu Selänne - Karriere in Worten :.

 

Teemu´s Durchbruch kam in der Saison 1987/88, als er ins finnische Juniorennationalteam berufen wurde und bei den Junioren von Jokerit Helsinki in nur 33 Spielen 43 Tore, 23 Assists und 66 Punkte verbuchen konnte. Das war Grund genug, ihn in der nächsten Saison in der ersten Mannschaft spielen zu lassen. Aber Teemu fiel in dieser Saison nicht nur in Finnland auf. Die NHL-Scouts wurden ebenfalls auf ihn aufmerksam. Und so wurde er 1988 in den Entry Draft aufgenommen und wurde sogar auf Platz 8 der Draft-Liste gesetzt. Er war Winnipeg´s erste Wahl und die 10. Ziehung insgesamt.

Aber zunächst wechselte er noch nicht in die NHL - er wurde in die finnische Armee berufen. Trotzdem konnte er seine erste Saison für die erste Mannschaft von Jokerit bestreiten. Er erzielte in 34 Spielen 35 Tore, gab 33 Vorlagen und kam somit auf 68 Punkte. Er verhalf damit Jokerit zum Aufstieg in die erste finnische Liga.

Die erste Saison in der höchsten finnischen Liga verlief nicht erfreulich für Teemu. Im elften Spiel erlitt er einen Beinbruch, der das Ende dieser Spielzeit für ihn bedeutete.

In der Saison 1990/91 kam er auf 58 Punkte (33 Tore/25 Assists) in 42 Spielen und er fuhr mit der Nationalmannschaft zur WM. Nach der Weltmeisterschaft versuchte Mike Smith, Manager der Winnipeg Jets, ihn endlich in die NHL zu holen. Aber Teemu sagte ab. Er wollte vorher noch mit Jokerit die Meisterschaft holen und 1992 bei den Olympischen Spielen auflaufen.

Meister mit Jokerit

Und er sollte beide Ziele in der Saison 1991/92 erreichen.
Mit 62 Punkten (39 Tore / 23 Assists) führte er Jokerit Helsinki zur finnischen Meisterschaft. Und dann ging´s ab zur Olympiade.

Danach war es endlich soweit: Teemu war bereit, das Unternehmen NHL anzugehen. Da seit dem Entry Draft bereits drei Jahre vergangen waren, war Teemu nicht mehr vertraglich an Winnipeg gebunden und galt als Free Agent. Er konnte sich somit aussuchen, wohin er wechselte. Und somit entbrannte ein Ringen zwischen den Winnipeg Jets und den Calgary Flames, die ihn beide unbedingt verpflichten wollten.
Er entschied sich am Ende für die Jets. Das Pokern der beiden Vereine um ihn machten ihn zu einem der bestbezahltesten NHL-Profis - ohne ein einziges Spiel in der besten Liga der Welt bestritten zu haben.

"Teemu wer???" scherzte die Nordamerikanische Sportpresse, als Teemu 1992/93 in seine Rookie-Saison ging. Man konnte nicht verstehen, wieso Winnipeg und Calgary bereit waren für einen Neuling so hohe Gehälter zu zahlen, erst recht nicht für einen Europäer, die für gewöhnlich in der ersten NHL Saison Schwierigkeiten haben, sich auf die kleineren Eisflächen und die längere Saison in Nordamerika umzustellen.

Rookie bei den Winnipeg Jets

Außerdem schaffen es nur wenige Rookies, sich in die Stammformation zu spielen. Hinzu kam, daß die Augen auf einen anderen Liga-Neuling gerichtet waren, dem man weit mehr als Teemu Selänne zutraute: Eric Lindros, der bei den Olympischen Spielen für Furore sorgte. Aber bald wußte die Sportpresse wer Teemu war. Beim 7:4 Sieg über Edmonton im 5. Spiel konnte Teemu seinen ersten Hattrick feiern. Es sollte nicht sein einziger bleiben. Nach 38 Spielen hatte er bereits 30 Tore geschossen. Jeder wußte inzwischen, daß Mike Bossy´s 15 Jahre alter Rookie-Rekord von 53 Toren erstmals in Gefahr war.
Bei den Wahlen zur Allstar-Mannschaft hatte er die meisten Stimmen aller Rechtsaußen.

Am 28. Februar 1993 spielten seine Jets gegen die Minnesota North Stars. Bem 7:6 Sieg steuerte Teemu 4 Tore bei und war nun bei 51 Toren angelangt. Und das nach erst 63 Spielen. Bossy´s Rekord war nun in unmittelbare Nähe gerückt.

Freude nach dem Rekordtor

Der 2. März 1993:
Die Jets empfingen in der Winnipeg Arena die Quebec Nordiques.Teemu erzielte zwei Tore und zog damit mit Mike Bossy gleich.
Dann, im letzten Drittel, sollte Teemu NHL-Geschichte schreiben: Tie Domi gab von der eigenen Torlinie aus einen langen Pass auf Teemu. Der raste über das Eis und spitzelte den Puck am herausstürmenden Goalie Stephane Fiset vorbei ins leere Tore.
Es war vollbracht! Teemu´s 54. Rookie Tor! Ein neuer Rekord. Die Winnipeg Arena stand Kopf.

Am 23. März folgte der nächste Rekord.
Er machte seinen 110. Scorerpunkt und überbot damit Peter Stastny´s alte Marke. Aber damit noch nicht genug.
Teemu schraubte beide Rekorde in unerreichbare Höhen. Am Ende der Regular Season hatte er 76 Tore (23 Tore über den bisherigen Rekord) und 132 Punkte (23 Punkte mehr als der bisherige Rekord). Diese Rekorde wurden seit dem nicht einmal annähernd erreicht.

Er stellte 14 Jets Rekorde auf. Mit überwältigender Mehrheit gewann er die Wahl zum Rookie des Jahres, und das obwohl ein Eric Lindros ebenfalls sein NHL-Debut gab. Teemu hatte schon allein mehr Tore als Lindros überhaupt Punkte erreichen konnte. Lindros´41 Tore sind immerhin die 10. beste Leistung eines Rookies überhaupt. Teemu hatte mit 76 fast doppelt soviel.

Im nächsten Jahr verfolgte ihn das Pech wieder. Während des All-Star Spiels verletzte er sich an der Achilles-Sehne und er mußte die Saison beenden.

Europacup-Sieg mit Jokerit

Die Saison 1994/95 begann mit einem Streik der Spieler. Teemu nutzte die Pause aus um für seinen alten Verein zu spielen. Und das mit Erfolg. Er gewann mit Jokerit den Europapokal. Als die NHL den Spielbetrieb wieder aufnahm, hatte Teemu erneut Pech. Er hatte Probleme mit seinen Knien. Trotzdem kam er noch auf 48 Punkte (22 Tore / 26 Assists) in 45 Spielen.
Nach seiner Genesung in der Saison 1995/96 schoß er beim 9:4 Sieg über Edmonton 4 Tore. Er war wieder der Alte. In seinem dritten All-Star Spiel schloß Teemu Feundschaft mit Mighty Ducks Stürmer Paul Kariya. Beide konnten zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen, daß sie bald in einer Reihe miteinander spielen werden. Am 8. Februar 1996 erklärte nämlich Terry Simpson, Coach der Jets, Teemu, daß er nach Anaheim getradet wurde. Bei seinem neuen Verein angekommen, begann er gleich damit, ein Tor nach dem anderen zu schießen, wie man es ja vom Finnish Flash gewohnt war. Leider kam der Wechsel etwas zu spät: Die Mighty Ducks scheiterten knapp an den Play-Offs.

In der Saison 1996/97 verplichteten die Ducks Jari Kurri. Teemu durfte also mit seinem früheren Vorbild in einer Mannschaft spielen. Am Ende der Saison hatte Teemu 108 Punkte (51 Tore / 58 Assists) und war damit knapp hinter Superstar Mario Lemieux. Mit dieser Leistung verhalf er den Ducks zur ersten Play-Off Teilnahme in der Clubgeschichte. Im Conference-Halbfinale schieden sie dann gegen den späteren Stanley-Cup Gewinner Detroit Red Wings aus.

MVP im All-Star Game

1998 wurde das All-Star Spiel erstmals nicht im gewohnten Stil Eastern vs. Western Conference ausgetragen, sondern North American All-Stars gegen All-Stars aus dem Rest der Welt. Teemu schoß 3 Tore und obwohl Nordamerika 8:7 gewann, wurde Teemu zum wertvollsten Spieler gewählt - als erster Europäer in der NHL-Geschichte.

Erstmals pausierte 1997/98 die NHL für die Olympischen Spiele. Und obwohl er das letzte Spiel verletzt aussetzen mußte, war er mit seinem Teamkollegen Saku Koivu bester Scorer und gewann mit Finnland die Bronzemedaille.

Aufgrund seiner Verletzung und den Ausfall von Kariya bis zum Saisonende konnten sich die Ducks nicht für die Play-Offs qualifizieren. Teemu wurde dennoch mit 52 Toren Torschützen-König.

Gewinner der Richard-Trophy

1998/99 war für die Mighty Ducks wieder eine erfreuliche Saison. Sie schafften die Play-Offs. Für Teemu war es ebenfalls eine sehr erfolgreiche Saison. Er kam auf 107 Punkte (47 Tore / 60 Assists).
Nach dem Ausscheiden der Ducks stieß Teemu zur Nationalmannschaft und konnte Finnland helfen, die Vizeweltmeisterschaft zu holen.

Leider scheiterten die Mighty Ducks in der Saison 1999/2000, obwohl sie mit Selänne und Kariya eines der gefährlichsten Sturmpaare der NHL haben, erneut daran, in die Play-Offs zu gelangen. Teemu kam immerhin auf 85 Punkte (33 Tore / 52 Assists) in 79 Spielen.

2000/01: Teemu gibt immer öfter zu erkennen, daß er die Mighty Ducks verlassen möchte. Erst recht als Anaheims Coach das Super-Sturmduo Selänne / Kariya trennt und Teemu somit nicht mehr mit seinem Freund in einer Reihe spielen konnte. Hinzu kam, daß die ohnehin nicht von Erfolg verwöhnten Ducks eine ihrer schlechtesten Spielzeiten hinlegten.

Aber Anfang März war es dann soweit: Teemu packte die Koffer und wechselte zu den San Jose Sharks. Und ausgerechnet gegen seinen alten Arbeitgeber gelangen ihn seine ersten Tore für die Haie: Es war auch noch ein Hattrick!

Teemu bei den San Jose Sharks

In den Play-Offs schieden die Sharks allerdings gegen die mit Keith Tkatchuk frisch verstärkten St. Louis Blues bereits in der ersten Runde aus.

Zu Beginn der Saison 2001/02 brauchte Teemu etwas Zeit, um endlich auf Touren zu kommen. Doch dann lief es für ihn und seine San Jose Sharks immer besser.
Er wurde, wie so oft, für das All-Star-Game nominiert, das am 2. Februar in Los Angeles statt fand. Und er trug mit zwei Toren wesentlich zum 8:5 Sieg der Weltauswahl über Team Nordamerika bei.
Nach Ende der Regular Season befand sich Teemu mit seinen Sharks auf Platz 1 der Pacific Division. In der ersten Runde der Play-Offs schlugen sie die Phoenix Coyotes mit 4:1 Siegen. Im Halbfinale der Western Conference schieden die Sharks dann unglücklich nach sieben Spielen gegen den Titelverteidiger Colorado aus.

Die Saison 2002/03 war für die Sharks das reinste Desaster. Am Anfang noch als Geheimfavorit für den Gewinn des Stanley-Cups gehandelt, landeten sie auf dem letzten Platz der Pacific Division und verpassten damit den Einzug in die Play-Offs.
Teemu selbst war aber erfolgreicher als ein Jahr zuvor, er sammelte 10 Scorerpunkte mehr als in der Vorsaison und war auch wieder im All-Star Team dabei.
Zum Abschluss der Saison ging es in die Heimat zur Weltmeisterschaft. Auch hier enttäuschte sein Team, er selbst war erfolgreich:
Gastgeber Finnland schied bereits im Viertelfinale gegen den Erzrivalen Schweden mit 5:6 aus (nachdem man bereits 5:1 geführt hatte!). Teemu war mit acht Treffern der beste Torschütze der WM und das obwohl er mit sieben Einsätzen zwei Spiele weniger hatte als seine NHL-Kollegen aus Kanada, Schweden, Slowakei und Tschechien.

Paul und Teemu in Colorado

Anfang Juli gab es dann noch eine Überraschung:
Teemu wechselte von San Jose nach Denver zur Colorado Avalanche, die auch Paul Kariya unter Vertrag nahmen. Nach zwei Jahren Pause können die zwei Freunde endlich wieder in einem gemeinsamen Team auf Torejagd gehen.
Nur leider war die Regular-Season 2003/04 für Teemu persönlich nicht sehr erfolgreich: Mit jeweils 16 Toren bzw. Assists in 78 Spielen kam er nur auf 32 Punkte. Das war die bislang schlechteste Ausbeute seiner Profi-Laufbahn.
In der Saison 2004/05 konnten sich Spielergewerkschaft und Liga nicht einigen und erstmals in der Geschichte der NHL wurde die gesamte Saison abgesagt, deshalb gibt es aus dieser Saison nichts über Teemu zu berichten.

Nachdem sich Liga und Gewerkschaft endlich wieder auf einen Tarifvertrag einigen konnten, unterschrieb Teemu am 22. August 2005 einen Vertrag bei den Mighty Ducks und kehrt wieder nach Anaheim zurück.
Und gleich von Anfang an war er der beste Torschütze in seinem neuen/alten Team.

Teemu zurück in Anaheim

Im Februar war Teemu dann mit dem finnischen Nationalteam bei den Olympischen Spielen in Turin. Und bis zum Finale lief alles perfekt für die Finnen. Sie waren die einzige Mannschaft, die alle Vorrunden-Spiele gewinnen konnten und blieben bei insgesamt fünf Spielen ohne Gegentor. Im Finale dann allerdings verloren sie dann unglücklich mit 2:3 gegen den Nachbarn Schweden.
Teemu selbst war mit 11 Punkten der Top-Scorer des Olympischen Turniers und zusammen mit Teamkollege Jokinen Torschützenkönig mit 6 Treffer. Und er wurde ins All-Star Team gewählt.
Seine glänzende Form in Turin konnte er mit in die letzten Spiele der NHL-Saison nehmen. Er kam am Ende auf 80 Spiele und 90 Punkte (40 Tore, 50 Vorlagen), seine beste Bilanz seit 1999 (damals waren es 107 Punkte).
Und er schaffte seinen 1000. Scorerpunkt in der NHL (als erst 70. Spieler in der NHL-Geschichte)!
Auch in den Play-Offs war er der beste "Duck" mit 14 Punkten. Dort konnte das Team aus Anaheim auch ihre ansteigende Form der letzten Spiele bestätigen und besiegten in der ersten Runde Calgary nach einer hart umkämpften Serie mit 4:3, sowie in der zweiten Runde die Avalanche glatt in vier Spielen. Aber leider war dann im Conference-Finale Endstation, nachdem man mit 1:4 Spielen den Edmonton Oilers unterlegen war.
Am Ende der Saison gab es noch einmal Grund zur Freude bei Teemu: ihm wurde die Bill Masterton Memorial Trophy, die jährlich an den Spieler mit der größten Widmung und Hingabe zum Eishockey verliehen wird, überreicht!

Saison 2006/07: Alter Verein, etwas anderer Name; die Anaheim Ducks starteten gut in die neue Spielzeit und waren nach dem ersten Viertel der Saison zusammen mit den Sabres punktbestes Team.
Am 22. November fügte Teemu einen weiteren Rekord in seine Sammlung hinzu: er schoss sein 500. Tor, als erst 36. Spieler in der NHL-Geschichte. Am 31.12. folgte der nächste Meilenstein in seiner Karriere: das 1000. NHL-Spiel.
Bis zum Ende der Regular Season kam Teemu auf 94 Punkte (48 Tore, 46 Vorlagen) und war knapp hinter Vincent Lecavalier und Dany Heatley drittbester Torschütze der Liga und damit auch der älteste Spieler in der NHL Geschichte, der mehr als 45 Saisontore schoss.

Teemu mit dem Cup

Dann begannen die Play-Offs. Erster Gegner war Minnesota Wild, der mit 4:1 Siegen (2:1, 3:2, 2:1, 1:4, 4:1) bezwungen werden konnte. Ebenfalls mit 4:1 (5:1, 1:2 n.V., 3:2, 3:2 n.V., 2:1 n.V.) konnten in der nächsten Runde die Vancouver Canucks besiegt werden. Im Finale der Western-Conference warteten dann die Detroit Red Wings auf Teemu und die Ducks. Und das erste Spiel in der Joe-Louis-Arena ging mit 1:2 verloren. Im zweiten Auswärtsspiel konnte man sehr knapp mit 4:3 n.V. gewinnen, doch im ersten Spiel in der eigenen Halle ging man mit 0:5 unter. Da auch noch Chris Pronger wegen eines bösen Fouls für das vierte Spiel gesperrt war, galten die Red Wings als klarer Favorit für den Einzug ins Stanley-Cup Finale. Doch die Ducks gaben nicht auf und konnten mit einem 5:3 Sieg auf 2:2 ausgleichen.
Und nach einem 2:1 Sieg nach Verlängerung in Detroit machte Anaheim in der eigenen Arena den Gewinn der Campbell Bowl und damit die Stanley-Cup Finalteilnahme mit einem 4:3 perfekt.

Teemu mit dem Cup

Für die Ducks war es nach 2003 das zweite Stanley-Cup Finale in der Club Geschichte. Für Teemu das erste.
Auf dem Weg zum ersten Cup-Triumph standen nur noch die Ottawa Senators im Weg, die in den ersten beiden Heimspielen sehr knapp mit 3:2 und 1:0 besiegt werden konnten. Dann ging es zu den zwei Auswärtsspielen. Nach einer 3:5 Niederlage und einem 3:2 Sieg gingen die Ducks in der Serie mit 3:1 in Führung. Der Gewinn des Stanley-Cups war nun in greifbarer Nähe.
Und am 6. Juni 2007 fegten die Ducks die Senators mit 6:2 aus dem Honda Center. Die Anaheim Ducks gewannen mit 4:1 Siegen gegen die Ottawa Senators die bedeutendste Trophäe im Eishockey.
Nachdem Kapitän Scott Niedermayer den Pokal in Empfang nahm und an seine beiden Assistant Captains Rob Niedermayer und Chris Pronger weitergab, war es endlich so weit: Der Stanley-Cup befand sich in den Händen von Teemu Selänne. Und als er den Pott in die Höhe stemmte, wurde der Applaus in der Halle sogar noch etwas lauter. Jeder gönnte dem Finnen, der bereits acht Jahre in Anaheim spielte, endlich den ersehnten Stanley-Cup zu gewinnen. Einer der besten und sympathischsten Spieler der NHL war nun endlich am Ziel seiner sportlichen Träume angelangt.

Nach diesem Erfolg wollte Teemu sich mit seiner Entscheidung, ob er seine Karriere fortsetzt oder doch beendet, bis zur Geburt seiner Tochter Veera Johanna, die am 5. Dezember 2007 das Licht der Welt erblickte, zeit lassen. Und er hat sich entschlossen weiter zu machen. Am 5. Februar 2008 war es dann soweit: Teemu feierte sein Comeback in der NHL. Er machte bis zum Ende der Regular Season noch 26 Spiele für die Ducks, in denen er auf 12 Tore und 11 Assists kam.
In den Play-Offs lief es aber dann für Anaheim gar nicht gut. Bereits in der ersten Runde musste man sich den Dallas Stars mit 2:4 Spielen geschlagen geben. Wegen des frühen Ausscheidens war es Teemu möglich, gleich zu Beginn der Weltmeisterschaften in Kanada für Finnland auf zulaufen. Durch einen 4:0 Sieg über Schweden im Spiel um Platz 3 konnte sich das finnische Team die Bronzemedaille sichern. Teemu steuerte dazu 3 Tore und 4 Vorlagen bei.

Die Saison 2008/09 wahr für Teemu und die Ducks sehr durchwachsen. Nach Siegesserien folgten wieder viele Niederlagen. Am Ende konnte man sich als 8. der Western Conference gerade noch für die Play-Offs qualifizieren. Dort traf man dann allerdings auf das punktbeste Team der Regular Seasons: die San Jose Sharks. Nach einer guten Leistung besiegten die Ducks San Jose insgesamt mit 4:2. Im Conference Halbfinale war dann gegen Titelverteidiger Detroit allerdings Schluss. Man verlor in einer äußerst knappen Serie mit 3:4. Teemus Bilanz in dieser Saison: Regular Season 54 Punkte (je 27 Tore und Assists) in 65 Spielen, Play-Offs 6 Punkte (4 Tore, 2 Assists) in 13 Spielen.

Die Saison 2009/10 sollte für Teemu die letzte in seiner Karriere werden. Obwohl er mit seinen Ducks nicht die Playoffs erreichen konnte, war es dennoch ein erfolgreiches Jahr für ihn. Er konnte mit der Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen hinter den beiden überragenden nordamerikanischen Teams die Bronzemedaille gewinnen. Und er wurde mit insgesamt 37 Punkten (20 Tore, 17 Vorlagen) zum erfolgreichsten Scorer der Olympiageschichte!
Zurück in der NHL schoss Teemu am 21. März 2010 sein 600. Tor. Er war erst der 18. Spieler in der Geschichte der NHL, dem dies gelang. Am Ende der Saison übertraf er mit 606 Toren sein Vorbild Jari Kurri um fünf Tore. Damit ist er hinter Jaromir Jagr der zweitbeste europäische Torschütze in der NHL.

 

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