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.: Die Geschichte des Stanley-Cups :.
Es war das Jahr 1893, als der Governor-General of Canada -sein
Name war Frederick Arthur, Lord Stanley of Preston, 16th Earl of
Derby- einen Pokal für das kanadische Amateur-Eishockey stiftete,
obwohl er selbst zuvor noch nie ein Spiel gesehen hatte.
Die offizielle Bezeichnung der Trophäe war "Dominion Hockey
Challenge Cup", doch schon bald benannte man sie nach ihrem
Spender Lord Stanley.
Damals ahnte noch niemand, daß dieser "Stanley-Cup"
einmal der bekannteste und auch begehrteste Pokal im Eishockey sein
wird.
Um den ersten Stanley-Cup wurde kein Spiel ausgetragen, sondern
man hat ihn einfach den Montreal A.A.A. (die Meister der Amateur
Hockey Association waren) überreicht, da sie als zur der Zeit
stärkste Mannschaft eingeschätzt wurden.
Die Regeln sahen vor, daß ein Meister eines kanadischen Verbandes
den jeweiligen amtierenden Stanley-Cup Sieger herausfordern kann.

Aus diesem Grund kam es in den ersten Jahren vor, daß innerhalb
einer Saison mehrmals um den Pokal gespielt wurde.
In den Jahren in denen sich kein Herausforder fand, wurde die Trophäe
an den Meister des Verbandes, dem der aktuelle Stanley-Cup Sieger
angehörte, vergeben.
1906 kam dann eine entscheidende Regeländerung. Erstmals durften
auch Profis um den Stanley-Cup spielen. Noch im selben Jahr holten
sich die Montreal Wanderers, die fünf Berufsspieler in ihrem
Team beschäftigten, die Trophäe. Sie besiegten New Glasgow,
die nur mit Amateuren angetreten waren, mit 10:3 und 7:2.
Die nächste größere Änderung des Regelwerks
fand dann im Jahre 1912 statt:
Die Anzahl der Spieler pro Mannschaft wurde von sieben auf sechs
herabgesetzt.

Im Jahre 1915 wurde der Pokal dann nicht mehr nach dem "Herausforderungs-Prinzip"
ausgespielt.
Die Meister der beiden Profiverbände National Hockey Association
und Pacific Coast Hockey League bestimmten in einer Finalserie den
neuen Gewinner des Stanley-Cups.
Im selben Jahr verkaufte die PCHL erstmals Lizenzen an US-Clubs.
Und noch in der gleichen Saison erreichten die Portland Rosebuds
als erstes Team aus den Vereinigten Staaten ein Finale um den Stanley-Cup,
im dem sie sich allerdings den Montreal Canadiens geschlagen geben
mußten. Die erste US-Mannschaft, die sich dann ihren Namen
auf den Pokal gravieren lassen durfte, waren 1917 die Seattle Metropolitans.
Ebenfalls 1917 wurde die National Hockey League gegründet,
sie löste die zuvor aufgelöste NHA ab. Und so wurde fortan
der Stanley-Cup zwischen den Champions der NHL und der PCHL ausgetragen.

1922 durfte dann auch der Meister der Western Canada Hockey-League
in der Final-Serie um den Stanley-Cup teilnehmen.
Die PCHL löste sich 1925 auf und so bestritten dann nur noch
die Gewinner der NHL und der WCHL die Finals.
Die Victoria Cougars, Meister der WCHL, waren 1925 das letzte Team
das nicht Mitglied der NHL war und den Stanley-Cup gewinnen konnte.
Nach der Auflösung der Western Canada Hockey League im Jahre
1927 ging der Stanley-Cup in den alleinigen Besitz der National
Hockey League über.
Seit dem ist der Meister der NHL auch zugleich der neue Titelträger
des Stanley-Cups, der begehrtesten Trophäe des Eishockey-Sports.
Und aus diesem Grund zieht es Jahr für Jahr die besten Eishockey-Spieler
der Welt nach USA und Kanada in eines der mittlerweile 30 Teams,
um im Kampf um diesen Pokal dabei sein zu können.
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